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Bios

Bi|os 〈m.; -; unz.〉 das Leben [grch.]

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Bi|os [griech. bíos = Leben]: veraltetes Syn. für Inosit (Bios I) bzw. Biotin (Bios II).

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Bi|os, der; - [griech. bi̓os]:
Leben, belebte Welt als Teil des Kosmos.

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BIOS
 
[Abk. für Basic Input Output System, dt. »grundlegendes Eingabe-/Ausgabesystem«] das, Sammlung von Software-Routinen und Daten, die grundlegende Hardware-Funktionen des Computers oder auch einer einzelnen Komponente steuern bzw. beschreiben. Sie sind dauerhaft in einem Chip-Baustein (früher: ROM, heute meist EEPROM) gespeichert. Einige dieser Routinen werden bei jedem Start des Computers automatisch ausgeführt, andere, vor allem solche für die Eingaben und Ausgaben, stehen im Betrieb ständig zur Verfügung und werden teilweise vom Betriebssystem benutzt.
 
Nach dem Einschalten des Computers leitet das BIOS zunächst einen Hardware-Selbsttest ein (POST), in dessen Verlauf festgestellt wird, ob alle wichtigen Komponenten funktionsfähig sind. Im Falle eines Fehlers gibt das BIOS mehrere kurze Pfeiftöne (Beep-Code) aus und bricht den Selbsttest mit einer zusätzlichen Fehlermeldung ab. Ein einzelnes Pfeifen signalisiert, dass der Selbsttest erfolgreich war. Anschließend werden die Daten des BIOS-Setups (s. u.) eingelesen und mit den Daten der vorgefundenen Hardware verglichen. Neu hinzugekommene Steckkarten und Geräte werden dabei automatisch berücksichtigt, sofern sie das Plug-and-play-Verfahren unterstützen. Im Anschluss daran spricht das BIOS die Laufwerke an und liest dabei den Boot-Sektor ein. Dieser Sektor informiert über die Merkmale der Festplatte(n) und das Dateisystem, außerdem leitet er durch den Bootstrap Loader das Laden des Betriebssystems ein.
 
Ist das Betriebssystem aktiv, nutzt es die Routinen des BIOS vor allem für die Datenübertragung zu und von Laufwerken bzw. anderen Geräten. Ältere Betriebssysteme verwenden BIOS-Routinen auch für Tastatureingaben und Druckerausgaben; neuere Betriebssysteme setzen hier meist eigene Routinen ein.
 
Zum BIOS gehört das BIOS-Setup. In ihm sind alle grundlegenden Hardware-Konfigurationen gespeichert, etwa für Prozessor, Arbeitsspeicher, Laufwerke, Schnittstellen, Energieverwaltung und Plug and play. Diese Daten werden in einem batteriegepufferten CMOS-RAM gespeichert; das BIOS-Setup heißt daher auch CMOS-Setup.
 
Benutzer können die BIOS-Einstellungen ändern, wenn sie beim Start des Computers das BIOS-Setup aufrufen. In der Regel wird auf dem Bildschirm angezeigt, welche Taste oder Tastenkombination dazu gedrückt werden muss. Veränderungen an den grundlegenden Einstellungen des BIOS-Setups erfordern ausreichende Fachkenntnis, weil fehlerhafte Einstellungen den Betrieb des Computers beeinträchtigen oder sogar verhindern können. Über das BIOS-Setup lässt sich meist auch ein Kennwort vergeben; der Computer lässt sich dann nur starten, wenn dieses Kennwort korrekt eingegeben wird.
 
Während sich das BIOS früher in einem unveränderlichen ROM-Speicher befand, ist es heute meist in einem Flash Memory gespeichert (Flash-BIOS). Dies ermöglicht ein Austauschen der BIOS-Version, ohne den Speicherbaustein ausbauen zu müssen.
 
Zu den Komponenten, die über ein eigenes BIOS verfügen, gehört der SCSI-Host-Adapter. Über dessen BIOS lassen sich die Eigenschaften von SCSI-Komponenten einstellen, etwa die Boot-Fähigkeit von SCSI-Festplatten.
 
Die Einstellungsmöglichkeiten verschiedener BIOS-Varianten findet man unter der folgenden Adresse:
 
BIOS-Updates findet man auf den Seiten der Hersteller, etwa:
 
 
Es empfiehlt sich, die BIOS-Einstellungen aufzuschreiben bzw., was oft möglich ist, auszudrucken und diese Unterlage sicher zu verwahren. Die Daten des BIOS-Setup gehen verloren, wenn die Batterie des CMOS-RAMs erschöpft ist.
 
Wenn Sie das BIOS-Setup benutzen, ist meist die englische Tastaturbelegung (QWERTY, Tastatur) aktiv. Dies bedeutet u. a.: Sie müssen die Taste »Z« drücken, um »Y« für »Yes« zu wählen.
 
PCs und viele ähnliche Computer lassen sich vor unbefugtem Zugang auch durch die Vergabe eines BIOS-Passworts schützen; es wird im BIOS-Setup eingegeben und dann bei jedem Start abgefragt. Diese Sicherheitsmaßnahme hat allerdings nur begrenzten Wert. So existieren für jedes BIOS auch Master-Passwörter, die u. a. über das Internet verbreitet werden. Auch durch Unterbrechen der Stromzufuhr lässt sich der Passwortschutz außer Kraft setzen.

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Bi|os, der; - [griech. bíos]: Leben, belebte Welt als Teil des Kosmos.

Universal-Lexikon. 2012.

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